Top

Themen und Projekte

Übergang Kita-Grundschule

Um Kindern, Jugendlichen und ihren Familien eine Begleitung ohne Brüche zu ermöglichen, ist es für die Einrichtungen des Campus Rütli zentral, besonders die Übergänge gemeinsam in den Blick zu nehmen.

Aufnahmekriterien – keine Sonderregelungen für den Campus

Zum Campus gehören die Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli, die Kita Rütlistraße und die Kita Villa Kunterbunt. Dennoch haben die Kinder in den beiden Kitas nicht automatisch einen Platz in der Grundstufe der Gemeinschaftsschule. Für die Aufnahme in die Gemeinschaftsschule gelten die gleichen Kriterien wie für alle anderen Gemeinschaftsschulen im Land Berlin. Das heißt, der Einschulungsbereich der Schule und die Geschwisterregelung entscheiden über die Vergabe von zwei Dritteln der Plätze für Schulanfänger*innen. Aufnahmekriterien wie die Zustimmung zum Schulprogramm, zum gebundenen Ganztag oder zu der Schulform Gemeinschaftsschule sowie die Fremdsprachenfolge sind entscheidend für die Vergabe von einem Drittel der Plätze. Über die Aufnahme in die Schule entscheidet – wie bei allen öffentlichen Schulen – das zuständige Schulamt. Gegebenenfalls losen dessen Mitarbeitende auch aus. Die Schule und die Schulleitung haben keinen Einfluss auf die Auswahl.

Aus diesem Grund gibt es kein eigenes Übergangsprojekt zwischen den beiden Kitas und der Gemeinschaftsschule auf dem Campus, sondern die Gemeinschaftsschule hat Kooperationen mit sieben Kitas im Umfeld der Schule und auch die Kitas kooperieren mit verschiedenen Grundschulen im Sozialraum.

Übergangsgestaltung der Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli mit sieben Kooperationskitas

Für die langjährige Kooperation der Gemeinschaftsschule mit sieben Kitas im Sozialraum, darunter auch die beiden Kitas auf dem Campus, bedeutet dies beispielsweise, dass die Lehrkräfte der Schule Informationselternabende in den Kitas besuchen, die Kitakinder für Schnupperstunden in die Schule kommen oder die Lernwerkstatt der Gemeinschaftsschule besuchen.

Außerdem wurde gemeinsam ein Einlegeblatt für das Sprachlerntagebuch der Kitas entwickelt. Dieses Einlegeblatt passt zum Lernportfolio der Grundstufe. Es wird von den Erziehern*innen der Kitas mit den Kindern bearbeitet, kann in die Schule mitgenommen werden und begleitet so den Übergang. Für die Erstklässler*innen gibt es zu Schulstart dann einen Wiedererkennungseffekt.

Übergangsprojekt der Pädagogischen Werkstatt

Die Pädagogische Werkstatt begleitet von 2019 bis 2021 ein Übergangsprojekt mit der  Theodor-Storm-Grundschule, der Rixdorfer-Grundschule und der Elbe-Grundschule sowie deren jeweiligen Kooperationskitas. Die Mitarbeitenden aus den Schulen und den Kitas entwickeln Ideen für die gemeinsame Übergangsgestaltung.

Eltern als Partner

Die verantwortliche Einbeziehung der Eltern in den Bildungsprozess ihrer Kinder ist ein wesentlicher Baustein des Konzepts Campus Rütli – CR².

Elternzentrum – ein Raum für Eltern

Eltern auf dem Campus einen eigenen Ort zu geben, wurde als Idee sehr früh von engagierten Eltern formuliert und in die weitere Planung eingebracht. Seit 2019 ist das Elternzentrum im Stadtteilzentrum auf dem Campus Rütli fertig. Im Elternzentrum gibt es einerseits Angebote für Eltern und Familien, andererseits können Eltern dieses zur Organisation eigener Vorhaben nutzen. Informieren Sie sich gerne weiter über unser Elternzentrum.

Mit Eltern ins Gespräch kommen – und im Gespräch bleiben

Alle zwei Wochen findet im Elternzentrum ein offenes Elternfrühstück statt. Dies ist eine Möglichkeit, um unter Eltern, aber auch mit Mitarbeitenden der Gemeinschaftsschule und des Campus ins Gespräch zu kommen. Mal werden Referenten*innen zu dem Frühstück eingeladen, mal entwickeln sich die Themen aus den Gesprächen. Das Elternfrühstück wird organisiert über das Projekt „Eltern fördern Bildung“.

Um mit Eltern regelmäßig und individuell zur Entwicklung ihrer Kinder im Gespräch zu sein, finden an der Gemeinschaftsschule zwei Mal jährlich Lernentwicklungsgespräche mit Eltern, Pädagogen*innen und Schülern*innen statt. Hier wird auf die Lernerfolge und -entwicklung im vergangenen Halbjahr geschaut. Neue Ziele und Unterstützungsmöglichkeiten – von Schule und Elternhaus – werden gemeinsam in den Blick genommen.

In den Kitas wird bereits die Eingewöhnung in einem Eingewöhnungsbuch dokumentiert. Nach der Eingewöhnungsphase findet das erste Entwicklungsgespräch mit den Eltern statt. Dann folgen jährliche Entwicklungsgespräche, die begleitet sind von einer gemeinsamen Entwicklungsdokumentation von Kindern und Erziehern*innen gemäß des Berliner Bildungsprogramms.

Beim Kinder- und Jugendgesundheitsdienst (KJGD) bekommen Eltern direkt nach der Geburt Informationen zur Entwicklung ihres Kindes, zu gesetzlichen Leistungen, zu Eltern-Kind-Angeboten und zu Angeboten der frühen Hilfen. Bei Bedarf werden frühe Hilfen eingesetzt und weitere Unterstützung ermöglicht.

Die Sozialarbeiter*innen des Regionalen Sozialpädagogischen Diensts im Jugendamt Neukölln auf dem Campus Rütli sind Ansprechpartner*innen für Eltern, Kinder und Jugendliche bei erzieherischen Fragen, Notlagen und Krisen, die in Familien auftreten können.

Eltern einen Zugang ermöglichen

Die Volkshochschule Neukölln (VHS) bietet auf dem Campus Rütli Elternkurse an. Elternkurse sind schulorientierte Deutschkurse zur Förderung der Erziehungskompetenz der Eltern. Die Teilnehmer*innen erwerben systematisch Wissen über das Berliner Schulsystem sowie die vielfältigen Möglichkeiten, den Bildungsweg ihrer Kinder zu fördern.

Forschendes Lernen in Lernwerkstätten

Wie hoch kann ich einen Turm bauen? Warum brennt eine Kerze? Wie viele Nudeln passen in einen Karton? Warum schwimmt ein Schiff? Kinder sind neugierig, sie erkunden ihre Umgebung und stellen viele Fragen.

Lernwerkstätten sind vorbereitete Lernumgebungen. Vielfältige, frei zugängliche Materialien ermöglichen es den Kindern, selbst zu forschen, experimentieren, etwas zu verwerfen und erneut zu probieren, um so ihren Fragen selbst auf den Grund zu gehen – alleine oder in kleinen Gruppen. Oft dreht es sich dabei um naturwissenschaftliche oder auch mathematische Phänomene, aber auch künstlerische und sprachliche Fragen können in der Lernwerkstatt erforscht werden. Diese Forscherarbeit ist auch eine Möglichkeit des sozialen Lernens.

Erzieher*innen oder Lehrer*innen stehen den Kindern in der Lernwerkstatt als  Lernbegleiter*innen zur Seite. Sie strukturieren und entwickeln die Lernumgebung und stellen Materialien zur Verfügung. Im Forschungsprozess verstehende sie sich als Mit-Lernende.

Lernwerkstatt in der Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli

Seit 2009 gibt es an der Grundstufe der Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli eine Lernwerkstatt. Sie wird von allen Lerngruppen der Grundstufe genutzt, besonders regelmäßig von den Jahrgängen 1 bis 3. Im Fokus steht das selbstbestimmte und eigenverantwortliche Handeln der Kinder.

Ein/e Lehrer*in ist als Lernbegleiter*in für die Angebote und Weiterentwicklung der Lernwerkstatt verantwortlich. Er/sie organisiert auch regelmäßig Projekte zu einzelnen Themen.

Die Stadtteil-Lernwerkstatt – Forschendes Lernen für Kitas im Reuterkiez

Im April 2014 wurde die Stadtteil-Lernwerkstatt auf dem Campus Rütli eingeweiht. Hier steht ein Raum mit anregenden Materialien zur Verfügung, die dazu einladen die Welt zu entdecken. Ein/e Lernbegeiter*in strukturiert und entwickelt die Angebote der Stadtteil-Lernwerkstatt. Das Besondere ist, dass die Stadtteil-Lernwerkstatt nicht zu einer einzelnen Kita oder Schule gehört, sondern von elf Kitas im Umfeld regelmäßig besucht wird. In unregelmäßigen Abständen gibt es auch offene Angebote für Kinder und ihre Eltern.

Die Kitas, die mit ihren Kitagruppen in die Stadtteil-Lernwerkstatt kommen, stehen in einem regelmäßigen Austausch. Sie diskutieren über die Angebote in der Stadtteil-Lernwerkstatt und entwickeln diese als Bildungsort weiter. Außerdem bietet der/die Lernbegleiter*in der Stadtteil-Lernwerkstatt regelmäßig eine Fortbildung zum/zur Lernwerkstatt-Assistenten*in an. Haben Erzieher*innen diese Fortbildung absolviert, können sie die Stadtteil-Lernwerkstatt anschließend eigenständig mit ihren Kitagruppen nutzen. So ist die Stadtteil-Lernwerkstatt auch ein Ort der Begegnung und Fortbildung für Pädagogen*innen.

Die Stadtteil-Lernwerkstatt entstand in Kooperation und gemeinsamer Finanzierung des AWO Kreisverbandes Süd-Ost, der Campus Bildung im Quadrat gGmbH/Pädagogischen Werkstatt und des Bezirks Neukölln. Sie liegt in der Trägerschaft des AWO-Kreisverbandes Süd-Ost.

Berufsorientierung

Ziel des Campus Rütli ist es, Jugendliche gut bis in den Beruf oder die Ausbildung zu begleiten. Berufsorientierung sehen wir deshalb als eine unserer zentralen Aufgaben.

Berufsorientierung beginnt bereits mit dem Kennenlernen verschiedener Berufe und dem Fördern von Talenten im Kita- und Grundschulalter. Besonders gefördert wird sie dann ab der Mittelstufe.

Berufsorientierung in der Mittelstufe der Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli

Durch die „Qualifizierte Vierstufigkeit“ der Berufsorientierung schaffen wir eine kontinuierliche individuelle Betreuung unserer Schüler*innen mit dem Ziel, gemeinsam eine realistische Anschlussperspektive nach der 10. Klasse zu entwickeln. Dies kann der Übergang in eine Ausbildung oder in eine schulische Weiterqualifikation sein.

In jeder der vier Stufen von Klasse 7 bis Klasse 10 gibt es verschiedene Maßnahmen der Berufsorientierung. Diese reichen von der praktischen Erprobung ab Klasse 7 (in unseren eigenen neuen Werkstätten bzw. mit Betriebserkundungen und Praktika) bis hin zur Einzelberatung für die berufliche Zukunft und Hilfen im Bewerbungsprozess. Unterstützung erhalten wir dabei durch unsere Kooperationspartner: die Jugendberufsagentur, das Projekt „Berlin braucht dich!“ und das „Berliner Netzwerk für Ausbildung“.

Gymnasiale Oberstufe der Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli

Berufsorientierung begleitet die Schüler*innen auch durch die Oberstufe. Von der Entwicklung eines Plans für die eigene Zukunft in der Einführungsphase (11. Klasse) geht es über die Besuche von Berufsmessen bis hin zu verschiedenen Veranstaltungen und Informationen rund um das Studium. Auch Universitäten werden besucht.

Der Zukunftsplan wird in Beratungsgesprächen mit den Mitarbeitern*innen der Jugendberufsagentur in der Oberstufenzeit kontinuierlich weiterentwickelt. Das Thema „Finanzierung des Studiums“ fokussiert die Jugendberufsagentur in Klasse 13.

Im Rahmen des Projekts „Senkrechtstarter“ übernehmen Studenten*innen Patenschaften für Schüler*innen auf dem Weg zur Hochschule.

Unsere Berufswerkstatt – ein Zukunftsprojekt in Planung

Mit der Gründung des Campus Rütli wurde die Einrichtung einer Berufswerkstatt geplant. Deren vorrangiges Ziel soll die Förderung des Übergangs in den ersten Arbeitsmarkt sein. Die Berufswerkstatt soll ein Ort sein, an dem Jugendliche Ansprechpersonen und Qualifizierungsmöglichkeiten finden, wenn sie keinen regulären Schulabschluss erwerben. Zugleich sollen Anwohner*innen des Stadtteils Möglichkeiten bekommen, ungenutzte, berufliche Potenziale zu vertiefen – im Sinne des „lebenslangen Lernens“.

In der Berufswerkstatt werden verschiedene Akteure*innen gemeinsam agieren, zum Beispiel werden die Praxislerngruppen der Gemeinschaftsschule hier lernen. Verschiedene Angebote der Volkshochschule Neukölln sind geplant und auch eine Zusammenarbeit mit der Jugendberufsagentur.

Der Baubeginn der Berufswerkstatt ist ungewiss, da die Finanzierung des Baus nicht gesichert ist.

Kontakt

Campus Rütli – CR²

Rütlistr. 41
12045 Berlin


Campusleitung und Schulleitung

Cordula Heckmann

Tel.: 030 6003476 0
schulleitung [@] campusruetli.de


Verwaltungsleitung

Sabine Neuhaus
Bezirksamt Neukölln von Berlin

Tel.: 030 22502 7040
sabine.neuhaus [@] bezirksamt-neukoelln.de


Campusmanagement

Katharina Riedel

Tel.: 030 22502 7042
campus [@] campusruetli.de