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Quartiersmanagement Reuterplatz

Schulen sind ein wichtiger Standortfaktor für ein Gebiet. Wenn Eltern den lokalen Schulen nicht zutrauen, ihre Kinder angemessen zu fördern, so ziehen sie zum Schuleintritt ihrer Kinder weg bzw. melden ihre Kinder in anderen Stadtteilen an. Für das Quartiersmanagement (QM) bedeutet dies, die Schulen wie auch die anderen Kinder- und Jugendeinrichtungen als wichtige Kooperationspartner zu gewinnen und mit ihnen gemeinsam die Verbesserung der Bildungschancen zu erreichen

Der Bereich „Bildung“ war von Anfang an einer der Schwerpunkt der Arbeit des QM-Teams im Reuterquartier. So wurden ab 2003, dem Start des QMs, erste Projekte an Schulen, Kitas und Jugendfreizeiteinrichtungen durchgeführt. Finanziert über Fördermittel aus dem Programm „Soziale Stadt“ wurden Schulhöfe hergerichtet, Sport-, Musik- und Gesundheitsprojekte sowie Sprachförderangebote und Elternbeteiligungsprojekte durchgeführt. Ab 2005 wurde mit den Schulen gemeinsam ein strategisches Konzept „Auf dem Weg zur Kiezschule“ entwickelt. Dieses umfasste je nach Bedarf der beteiligten Einrichtungen Projekte mit unterschiedlichen Schwerpunkten, darunter die inzwischen als Modellprojekt anerkannte „Interkulturelle Moderation“ an mehreren Schulen, und wurde in den Folgejahren schrittweise umgesetzt. Folgerichtig war der nächste Schritt, mit allen Kooperationspartnern aus dem Kinder- und Jugendbereich und den zuständigen Verwaltungen ein regionales Bildungsnetzwerk zu gründen. Die gemeinsame Basis bildete ein umfassendes Bildungsverständnis und der Biographie begleitende Ansatz. Im Jahr 2007 entstand der Lokale Bildungsverbund Reuterkiez, in dem von da an gemeinsam Probleme angegangen, Lösungsstrategien entwickelt, verschiedene Themen bearbeitet aber auch gemeinsam gefeiert wurde. Gleichzeitig bot es den inhaltlichen und organisatorischen Rahmen für die Einbindung des Modellvorhabens „Ein Quadratkilometer Bildung“ der Freudenberg Stiftung und des Modellvorhabens Campus Rütli – CR².

Das QM Reuterplatz als Fördergebiet des Programms ZIS Zukunftsinitiative im Stadtteil Teilprogramm Soziale Stadt wird in absehbarer Zeit aufgehoben. Die ausgewählten Sozialdaten für das Gebiet weisen im Verhältnis zu denen anderer QM-Gebiete in den letzten Jahren eine deutliche Verbesserung auf. Dies führt dazu, dass die Unterstützung durch Fördermittel und ein Vorortteam 2016 endet. Ziel ist daher, die entstandenen Strukturen soweit zu festigen, dass sie ab 2017 selbsttragend sind.

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