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Französische Staatssekretärin besucht Campus Rütli – CR²

24. März 2015

Nachdem der Besuch wegen der dramatischen Ereignisse in Frankreich zweimal verschoben werden musste, war es am 24. März 2015 soweit: Die französische Staatssekretärin für Stadtentwicklung (Politique de la ville) Myriam El Khomri besuchte den Campus Rütli – CR², um sich über die praktische Arbeit vor Ort zu informieren. Sie wurde begleitet von Gunther Adler, Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Dr. Jochen Lang, Abteilungsleiter Stadtentwicklung / Soziale Stadt der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sowie Vertretern der französischen Botschaft in Berlin.

In einem ersten Schritt stellte Ilse Wolter, Prozessbegleitung CR² im Foyer der Quartiershalle das Konzept, wesentliche Merkmale sowie einen kurzen Abriss der Geschichte von Campus Rütli vor. Sie ging insbesondere auf die enge Verknüpfung der Projektentwicklung mit den Stadtentwicklungsprozessen ein, die sich aus der Zugehörigkeit zur Fördergebietskulisse des Quartiersmanagements ergaben. Anschließend berichtete Roswitha Kulina und ihre Kollegin von der konkreten Arbeit in der Kita Rütli, in der Beziehungsarbeit mit Kindern und ihren Eltern im Vordergrund steht. Sie beschrieb die enge Kooperation mit Schule, die die Übergänge für die anvertrauten Kinder erleichtert. Die nächste Station war die Gemeinschaftsschule. Im Elterncafé begrüßte Cordula Heckmann, Campus- und Schulleiterin, zusammen mit Buseyne Sahilli vom Elterncafé und den Vertretern der Polizei die Staatssekretärin. Angeregt durch die interessierten Nachfragen von Myriam El Khomri wurden Themen wie die präventive Arbeit in der Schule durch Polizei und Kollegium angesprochen aber auch welche Leistungen und Ressourcen durch die Schule aufgebracht werden, um soziale Arbeit neben der Wissensvermittlung im Arbeitsalltag zu integrieren. Dafür stand exemplarisch das Elterncafé mit Buseyne Sahili selbst, wie auch die Hortarbeit im Rahmen des Ganztagsangebots. Wegen des dichtgedrängten Terminkalenders der Staatssekretärin konnten die Stationen Manege und Stadtteil-Lernwerkstatt nur noch im Rahmen von kurzen Führungen besucht werden, die von Osman Tekin und Vesna Lovric sehr informativ gestaltet wurden. Die Staatssekretärin wie auch die französische Botschaft bedankten sich anschließend ausdrücklich für den interessanten und informativen Nachmittag auf dem Campus Rütli.

Campus Rütli: Info-Veranstaltung für Eltern und die Nachbarschaft

Info-Veranstaltung für Eltern und die Nachbarschaft

„Wie ist der aktuelle Bau-Planungsstand zum Campus Rütli – CR²?“ – das ist die leitende Frage für die Veranstaltung gewesen. Damit verbunden war, die Nachbarschaft frühzeitig über die ersten bauvorbereitenden Maßnahmen zu informieren.

Betont wurde, warum für den Campus Rütli gebaut wird – nämlich um einen Bildungsort weiterzuentwickeln, welcher

  • räumlich und durch Bildungs- und Lernangebote für Kinder, für Jugendliche, deren Eltern und für Nachbarschaft gleichermaßen geöffnet ist (Öffnung in den Sozialraum)
  • durch eine passende Vielfalt von Angeboten individuelle Entwicklungsbiografien ermöglicht (Biografie begleitende Förderketten in einem Sozialraum)
  • inhaltlich bestimmt wird durch Akteure und Einrichtungen, die ihre Angebote und Arbeiten in der Kinder- und Jugendarbeit abstimmen (Integrierter Ansatz in Verantwortung für Kinder)
  • geprägt ist durch bewusste räumliche Zuordnungen von Angebotsmodulen und Freiflächen, sodass weniger ein zufälliges nebeneinander und mehr ein synergetisches miteinander Arbeiten befördert wird (Integrativ, nicht additiv)
  • die vielfältigen Kulturen der Bevölkerung für das gemeinsame Lernen und Zusammenleben in den Alltag einbezieht (Kulturelle Vielfalt als Chance)

Vorgestellt wurde das Vorhaben durch Frau Dr. Giffey als Bezirksstadträtin für Bildung, Schule, Kultur und Sport, sowie durch Frau Neuhaus, Frau Wolter und Herr Dr. Rostalski.

Die Architekten und Landschaftsarchitekten präsentierten das planerische Konzept des nächsten Bauabschnitts. Nach der Realisierung der Quartiershalle mit Foyer in 2012 stehen folgende bauliche Maßnahmen an:

  • Schulerweiterungsbau – womit ermöglicht wird, dass alle Klassenstufen 1-13 der Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli lernen können)
  • Schulobjekt „Wirtschaft – Arbeit – Technik“ (WAT) – hier werden Kenntnisse und Lernen durch praktische und handwerkliche Tätigkeiten vermittelt
  • Haus für gemeinnützige Angebote, Pädagogische Werkstatt und Elternzentrum – damit sind unter „einem Dach“ bezirkliche Angebote der Volkshochschule, Zahnärztlicher Dienst und Regionaler Sozialpädagogischer Dienst (Jugendhilfe) sowie offene Angebote über die Pädagogische Werkstatt (getragen durch Stiftung Freudenberg) und im Elternzentrum für Beratung, Begegnung, Austausch, Vernetzung für Senioren, Eltern, Nachbarschaft
  • Campusplatz mit Zugängen von Pflüger-, Ossa- und Weserstraße als autofreier Ort der Begegnung, tagsüber geöffnet für die Öffentlichkeit

Hingewiesen wurde, dass ein Großteil der aktuellen und zukünftigen Freiflächen in dem jetzigen Bauabschnitt nicht bearbeitet werden, da die Finanzierung dafür erst ab 2018 gesichert ist. Diese Freiflächen sind zudem vor weiterer Nutzung von den vorhandenen Altlasten zu befreien und dienen für die anstehenden Baumaßnahmen als Ort für die Baustelleneinrichtungen/ Materiallager.

In diesem Zusammenhang sind die genehmigten Baumfällungen angekündigt worden. Diese begründeten sich daraus, dass an der Stelle der Bäume die neuen Gebäude errichtet werden, die Bäume als erkrankt eingestuft wurden oder es zwingende Zufahren und Baufreiheiten bedarf. Die Fällungen sind zwingend vor Beginn der Brutperiode durchzuführen, weswegen diese Maßnahme noch vor März auszuführen ist. Mit der Genehmigung der Fällungen sind als Auflagen Neupflanzungen von Bäumen als Ausgleichsmaßnahmen festgesetzt. Hierzu wurden die Planungen der Außenanlagen vorgestellt.
In der Diskussion und durch Fragen sind folgende Aspekte berührt worden, welche weiter verfolgt werden:

  • Nutzungsoptionen vor der Quartiershalle
  • Orte, wo öffentlich Basketball gespielt werden kann, ohne Störung der Nachbarschaft
  • Planung zu Freiflächen ab 2018, Optionen für frühere Nutzung von Brachen als Teil des „Planprozess“, welche als zukünftige Freiflächen für Grün/ (Schul)Gärten vorgesehen sind
  • Abgrenzungen von Schulpausenflächen zu öffentlich nutzbaren Campusflächen
  • Nutzungseinschränkungen von Freiflächen durch Bodenbelastung
  • Kosten für Personal für Betrieb der Objekte und Campusgemeinschaftsanlagen
  • Transparenz zu Kosten der Einzelobjekte
  • Informationen zu Fortschritt Baumaßnahmen auf der Webseite Campus Rütli


Downloads:

Präsentation der Veranstaltung


Impressionen:

Foto: Simon
Foto: Simon
Foto: Simon | v.l.: Fr. Dr. Giffey, Hr. Bläsing, Hr. Dr. Rostalski, Fr. Wolter, Hr. Schulz, Hr. Hanke, Fr. Neuhaus, Fr. Grotewal, Hr. Bernard
Foto: Simon | v.l.: Fr. Dr. Giffey, Hr. Voskamp, Hr. Dr. Rostalski, Fr. Wolter, Hr. Schulz, Hr. Hanke, Fr. Neuhaus, Fr. Grotewal, Hr. Bernard

 

M. Rostalski

Gemeinschaftsschule: Info-Veranstaltung „Bauen auf dem Campusgelände“

Info-Veranstaltung für Eltern und die Nachbarschaft

CR2_Info_02.2014
Infoveranstaltung in der Mensa der Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli

Die Info-Veranstaltung war im Vorfeld der Nachbarschaftsveranstaltung angedacht, um den speziellen Fragen, die vom größten Modul des Campus Rütli kommen, genug Raum und Tiefe geben zu können. Aufgrund der geplanten Baumaßnahmen wird die Schule neben Einschränkungen auch Zwischenlösungen und temporäre Raumverschiebungen bewältigen müssen. Von den drei Neubauten (Schulerweiterung, Elternzentrum/ Pädagogische Werkstatt, Wirtschaft-Arbeit-Technik WAT) sind zwei Objekte für die zukünftige Nutzung der Schule.


Vorgestellt wurden:

rot15x15    Rollen und Verantwortlichkeiten
rot15x15    Bisherige Beteiligungsformen
rot15x15   Wettbewerbsgebiet, aktuelles Baugebiet und Maßnahmen
rot15x15   Anmerkungen und Nachfragen


Ausblick

Für die Schule sind die nächsten Schwerpunkte bezogen auf die Baumaßnahme:
rot15x15   Herrichtung der provisorischen Umbauten im Bestandsgebäude, um durch den Bau wegfallende Raumflächen zu kompensieren
rot15x15   Umzüge von Klassen
rot15x15   Fluchtwege, Zuwegungen und Pausenflächen während der Bauzeit etablieren

Für Fragen und Kontaktmöglichkeiten stehen die Verwaltungsleitung (Büro Schulgebäude) die Projekt- und Akteurskoordination (Büro 1. OG Manege) als erster Anlauf zur Verfügung. Kontaktdaten und Sprechzeiten sind als Aushang und hier auf der Webseite unter Kontakt zu finden.

Als Anregung an die Lehrende und SchülerInnen besteht der Hinweis, die Baustelle als „Lernort“ aktiv in den Unterricht mit einzubeziehen.

M. Rostalski