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Gemeinschaftsschule: Bericht aus dem Bundeskanzleramt

Bericht über die Teilnahme an der Veranstaltung „Was braucht die Einwanderungsgesellschaft“ im Bundeskanzleramt am 19.12.2016

Am Montag, den 19.12.2016 nahm ich mit sieben anderen Schüler*innen unserer Schule an der Veranstaltung „Was braucht die Einwanderungsgesellschaft?“ im Bundeskanzleramt teil. Dazu hatte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Staatsministerin Aydan Özoğuz, Jugendliche aus dem ganzen Bundesgebiet eingeladen. Dieses besondere Erlebnis ermöglichte uns einen Einblick in die deutsche Regierungszentrale, den Austausch mit anderen Schülern*innen zum Thema Integration und ein Grußwort der Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Nachdem wir uns mit Herrn Lüpke, dem begleitenden Lehrer, in der Schule getroffen und diese Tagung vorbereitet hatten, fuhren wir zum Bundeskanzleramt und wurden nach dem Sicherheitscheck freundlich empfangen. Zunächst begrüßte uns Cherno Jobatey, der bekannte Fernsehmoderator, bevor dann Frau Özoğuz eine Rede hielt. Bei dieser Tagung, so führte sie aus, gehe es darum, welches Bild junge Menschen auf das Einwanderungsland Deutschland haben. Wir wurden des Weiteren aufgefordert, Vorstellungen und Ideen für eine gelingende Integration zu entwickeln. Im Anschluss gab es eine Führung durch das Kanzleramt, so dass wir beispielsweise den Kabinettssaal anschauen konnten. Daraufhin nahmen wir an Workshops zu unterschiedlichen Themen teil. Meine Arbeitsgruppe beschäftigte sich mit dem Thema „Hallo Nachbar! – Zusammenleben in Deutschland stärken“. Wir konnten mit anderen Schülern*innen aus ganz Deutschland, darunter viele mit Einwanderungshintergrund, diskutieren und unsere Erfahrungen aus Neukölln einbringen. Die Ergebnisse aus den Workshops wurden dann in großer Runde vorgestellt und gemeinsam mit der Staatsministerin ausgewertet.
Am Abend verlieh Frau Özoğuz mit großem Presseaufgebot Integrationsmedaillen an Ehrenamtliche, die sich in besonderer Weise für die Integration von Einwanderern engagieren. Der Höhepunkt der Veranstaltung war ganz sicher das Grußwort der Bundeskanzlerin. Wir waren sehr beeindruckt von den Erlebnissen dieses Tages. Leider wurden die Eindrücke dann später am Abend von dem Anschlag am Breitscheidplatz überschattet.

Aya Elkhodary, Klasse 10.2

Windwechsel 2016

Seit 2012 bringt das Projekt „Windwechsel“ Jugendliche aus der Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli und dem Lycée Alfred Nobel aus der Pariser Banlieue in Bremerhaven zusammen, um sich über Klimawandel und Umweltschutz zu informieren. Entstanden ist das Projekt aus dem DFJW-Pilotprojekt „Clichy-sous-Bois trifft Neukölln“, koordiniert wird es von Clever e.V.

Interkulturelle, sprachliche und umweltpädagogische Themen sind Schwerpunkte des Austauschs. Zentral im Projekt „Windwechsel“ ist es den Jugendlichen Lösungsstrategien im Umweltschutz mit den damit verbunden beruflichen Möglichkeiten aufzuzeigen. Das Projekt „Windwechsel“ ist beispielhaft für die vom DFJW geförderte Zusammenarbeit von schulischer und außerschulischer Bildung. Die Verknüpfung mit Partnern aus der Wirtschaft und das Integrieren lokaler Bildungsangebote, wie das Klimahaus Bremerhaven und das Deutsche Auswandererhaus, ermöglichen ein spanendes und vielfältiges Programm.

Partner ist dieses Jahr das mittelständische Bremer Unternehmen „Reetec“, dessen Arbeitsfelder u.a. Planung, Wartung und Netzanbindung für Windenergieanlagen an Land und auf dem Meer sind. Bei Reetec konnten die Teilnehmenden unterschiedliche Arbeitsbereiche und Techniken rund um die „Hinderniskennzeichnung“ – die Warnleuchten auf den Windkraftanlagen – kennenlernen.

„Am meisten hat mich beim Besuch der Firma das Löten interessiert, weil es eine so präzise Arbeit ist.“ Ugurcan (16) 

„Die Arbeit in so einem Unternehmen ist ein interessantes Arbeitsfeld, weil es ganz unterschiedliche Arbeitsbereiche neben der Elektrotechnik gibt.“ Massita (16) aus Clichy-sous-Bois

„Für unsere Schüler bedeutet der Besuch in einem Betrieb, dass die Schüler in der realen Arbeitswelt sehen, was wir in der Schule üben und lernen. Wenn das im Rahmen eines Austauschs stattfindet in einem anderen Land, dann hilft das neue Ideen für die berufliche Zukunft zu geben und auch sonst Horizonte zu öffnen.“ Toufiik Bouallaga, Lehrer für Elektrotechnik am Lycée Alfred Nobel (Clichy-sous-Bois)

Gemeinschaftsschule: Besuch vom Francemobil

Foto: Hans-Christian Hähnelt
Foto: Hans-Christian Hähnelt

Zum nunmehr zweiten Mal besuchte uns François Henry vom Institut Français mit seinem Francemobil. Mit viel Energie brachte er Bilder, Spiele und Musik, kurzum: das Leben „à la française“ in unsere Schule. Für unsere Schülerinnen und Schüler war der Besuch eine willkommene Abwechslung! Die Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli bietet neben dem Französischunterricht ab Klasse 7 und Klasse 11 auch zahlreiche Aktionen sowie Austauschprogramme mit Frankreich an.

SPORT 3D – Austausch macht Schule auf dem Campus Rütli

Foto: DDM
Foto: DDM

Unter dem Motto „Solidarité Participation Ouverture Respect Tolérance contre Discrimination Différence pour la Dignité“, oder kurz – „SPORT 3D“ – kamen Jugendliche aus Italien, Spanien und Deutschland eine Woche lang in Toulouse zusammen – das „Team Germany“ stellten dabei Schüler*innen unseren elften Klassen. Nachdem diese den Auftakt des Programms mit Kennenlernspielen selbst gestalteten, folgten unter anderem Workshops zum Cécifoot („Blindenfußball“), die Entdeckung der Stadt Toulouse, eine Fahrradtour zur Tour de France und natürlich jede Menge Sport, der im abschließenden internationalen Fußballturnier endete. Bei diesem konnte „la Mannschaft“ sogar den Pokal in der Kategorie „Fair-Play“ mit nach Hause nehmen. Der größte Erfolg des Projektes ist jedoch sicherlich der dynamisch geführte und gelungene interkulturelle Austausch zwischen Neuköllner Jugendlichen und anderen jungen Menschen in Europa.

„SPORT 3D“ ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli und bapob e.V. mit Unterstützung des EU-Programms „ERASMUS+„.

Mehr unter (französisch): http://www.ladepeche.fr/article/2016/07/13/2383733-l-euro-continue-au-chene-vert.html

FÜNF MONDE

Johannes Vogl: 5 Monde, Campus Rütli - CR² 2016 (Foto: Tschernow)
Johannes Vogl: Fünf Monde, Campus Rütli – CR² 2016 (Foto: Tschernow)


Der Berliner Künstler Johannes Vogl hat seine Arbeit Fünf Monde an den Kränen der Baustelle des Campus Rütli installiert. An solchen Baukränen sind üblicherweise große Leuchtkästen angebracht, die das Logo der jeweiligen Baufirma tragen. Vogl ersetzt diese durch Zeichnungen eines Vollmondes und lässt nachts neben dem realen Mond fiktive Monde am Horizont erscheinen.

Fünf Monde in Berlin-Neukölln ist eine Produktion der Temporären Galerie in der Quartiershalle auf dem Campus Rütli – CR². Realisiert wurde das Vorhaben mit der Unterstützung des Bezirks Berlin-Neukölln, Dieter Rosenkranz und der Freudenberg Stiftung. Außerdem unterstützten das Bauunternehmen HTI Greußen, Spies Hecker Lacke, Dipl. Ing. J. Sorget und Wolfgang Zifreund das Vorhaben.

Zu sehen ist die Installation von Frühjahr bis Winter 2016 auf der Baustelle des Campus Rütli. Je nach Bauphase erstrahlen bis zu fünf Monde am Nachthimmel.

Weitere Informationen unter: http://campusbildungimquadrat.eu/monde/

 

Log oder Freudenberg Stiftung     Neukoeller Bezirkswappen     Logo der Stiftung Zukunft Berlin

km2_Neukoelln_RGB_Hell     CampusBildung_Logo_Web     Logo_CR2

Eröffnung der Temporären Galerie

Stephane Leonard: Inseln Sketch (2016)
Stephane Leonard: Inseln Sketch (2016)

15. Juni 2016, 15 bis 21 Uhr
Eröffnung der sechsten Ausstellung der Temporären Galerie

Für die Ausstellungsreihe TRANSFORMATION ist, in Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und Schülern einer 8. Klasse der Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli, die ortsspezifische Installation Inseln des Berliner Künstlers Stephane Leonard entstanden, die in der Temporären Galerie auf dem Campus Rütli gezeigt wird.

Am 15. Juni eröffnet Jan-Christopher Rämer, Bezirksstadtrat für Bildung, Schule, Kultur und Sport des Bezirks Neukölln, die sechste Ausstellung um 15.00 Uhr mit den Schülerinnen und Schülern der Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli. Ab 19.00 Uhr beginnt die öffentliche Eröffnung für alle Interessierten.

Die Temporäre Galerie findet im Rahmen von Ein Quadratkilometer Bildung Berlin-Neukölln statt. Partner ist der Campus Rütli – CR². Ausstellungen und Begleitprogramme werden durch Spenden ermöglicht.


TRANSFORMATION VI
Stephane Leonard  ■  INSELN
16. – 29. Juni 2016

Öffnungszeiten: Montag – Freitag, 10 – 17 Uhr
Kuratorin: Silvia Ploner

Besucheradresse:
Temporäre Galerie in der Quartiershalle Campus Rütli  |  Rütlistraße 35  |  12045 Berlin

Besuch des Staatsministers Michael Roth auf dem Campus Rütli

Diskussion mit Schülerinnen und Schülern über die europäische Flüchtlingspolitik

Am 11. März 2016 besuchte der Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, Michael Roth, den Campus Rütli. Hervorgegangen war der Besuch aus einer Einladung der Schüler*innen, die im Januar beim Deutsch-Französischen Entdeckungstag im Auswärtigen Amt zu Gast waren.

Nach dem Empfang durch Campusleiterin Cordula Heckmann und Bildungsstadtrat Jan-Christopher Rämer hatten die Schüler*innen der Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli das Wort:

Eine Stunde lang nutzten sie die direkte Begegnung mit Politik und löcherten den Staatsminister mit gut vorbereiteten und durchaus kritischen Fragen rund um das Thema europäische Flüchtlingspolitik: die Unterbringung geflüchteter Menschen vor Ort und die aktuelle Situation an der griechisch-mazedonischen Grenze waren dabei ebenso Thema wie deutsche Waffenexporte und die politische Rolle der Türkei. In der aufmerksam und engagiert geführten Diskussion wurde allen Beteiligten schnell deutlich, wie komplex und vielschichtig die Situation ist.

5 Jahre Stipendium Ein Quadratkilometer Bildung

Seit 2010 begleitet und fördert Ein Quadratkilometer Bildung Schüler*innen der Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli mit dem Stipendienprogramm Ein Quadratkilometer Bildung. Bei der sechsten Stipendienverleihung am 21. Januar 2016 feiern ehemalige Stipendiaten*innen, Bildungspaten*innen und Pädagogen*innen der Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli mit Freunden und Förderern des Programms die zukünftigen Stipendiaten*innen und blicken gemeinsam auf 5 Jahre Stipendium Ein Quadratkilometer Bildung zurück. (Download: Einladung)

Stipendienverleihung und Feier 2016
21. Januar 2016, 18.30 Uhr
Foyer der Quartiershalle Campus Rütli
Rütlistraße 35,  12045 Berlin

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Gemeinschaftsschule: Projekte für den deutsch-französischen Austausch

deutsch-französischer Austausch
Foto: Simon Klippert

Mit dem Projekt „Windwechsel“ bietet die Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli schon seit einigen Jahren einen deutsch-französischen Austausch im Bereich der beruflichen Orientierung an. Im Jahr 2015 kam ein zweites Projekt hinzu, das in einer schulisch-außerschulichen Kooperation mit dem Berliner Arbeitskreis für politische Bildung (bapob e.V.) durchgeführt wurde. In Berlin konnten die Schüler*innen unserer Schule dabei eine eigene Fotoausstellung gestalten, in Paris die Stadt unter ganz verschiedenen Perspektiven für sich entdecken.

Erfahren Sie mehr: Dokumentation 09.2015, Dokumentation 10.2015, Artikel: Rütli meets Banlieue